Flächen für die Wirtschaft

3. Dez. 2016

Norbert Bienen und sein Team holen Global Player in die Region. Das Mönchengladbacher Unternehmen Bienen & Partner ist vor allem im Bereich Gewerbeimmobilien eine feste Größe.

Wir kooperieren mit den Wirtschaftsförderungen in der Region sowie mit internationalen Partnern

Düsseldorf gehört in der Immobilienbranche zweifelsohne zu den Top-Adressen in Deutschland. Auch der Immobilienspezialist Bienen & Partner hat hier ein Büro. Doch diese Adresse, so betont der Geschäftsführende Gesellschafter Norbert Bienen, diene vor allem einem Zweck: Interessenten aus aller Welt an den Niederrhein zu holen. Damit meint der Unternehmer hauptsächlich den Kammerbezirk der IHK Mittlerer Niederrhein, also die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Neuss und Viersen. „Hier kennen wir uns aus wie in unserer Westentasche“, so Norbert Bienen. „Deswegen können wir Interessenten eine gute Beratung anbieten.“ Und: „Kombinierte Hallen- und Büroflächen sind in Düsseldorf knapp und teuer.“ Was liegt im wahren Wortsinn also näher, als auf die exzellenten Standortbedingungen im Umland zu verweisen?

Leuchtturm Nordpark

Bienen & Partner mit Hauptsitz in Mönchengladbach ist seit Jahren eine starke Marke. Die Beschäftigung mit Gewerbeimmobilien macht etwa 60 Prozent des Umsatzes aus. Wohnen und Investment sind die beiden anderen Standbeine der GmbH. Leuchtturm-Projekte wie der Nordpark am Borussen-Stadion oder das Krefelder Gewerbegebiet Fichtenhain stehen auf der Referenzliste. Auch an der Entwicklung des Monforts Quartier in Mönchengladbach war man maßgeblich beteiligt. „Wir kooperieren mit den Wirtschaftsförderungen in der Region sowie mit internationalen Partnern“, erklärt der Firmengründer. Dank der hervorragenden Verbindungen in alle Welt konnte beispielsweise schon eine komplette industrielle Fertigung von Houston/Texas an den Niederrhein begleitet werden.

Mit der reinen Vermittlung geben sich die Profis an der Beethovenstraße aber nicht zufrie-den. Sie beraten umfassend: „Was will und braucht der Interessent?“ Das sei stets Leitfrage für das eigene Handeln, betont der Chef. Norbert Bienen und sein Team haben mit der Bereitstellung passender Flächen dazu beigetragen, dass der Strukturwandel in den ehemaligen Textilhochburgen – Krefeld vor allem für Seide, Gladbach für Baumwolle – möglich wurde. Und diese Aufgabe ist noch lange nicht beendet. Deswegen hat Norbert Bienen ein eigenes Produkt entwickelt, das den Namen „MeinWerk“ trägt. Das Pilotprojekt in Mönchengladbach umfasst zweitausend Quadratmeter Hallenfläche, aufgeteilt in zehn schlüsselfertige Einheiten zum Verkauf an kleine und mittelständische Firmen aus den Bereichen Service, Zulieferung und Handwerk. „Für den Erwerber ergibt sich eine monatliche Zins- und Tilgungsleistung in Höhe einer marktüblichen Miete.“ Heißt: Binnen eines überschaubaren Zeitraums können auch kleinere Betriebe Eigentum und Vermögen bilden – „Mein Werk“ eben. In Krefeld-Fichtenhain wird es demnächst umgesetzt. Weitere Standorte dieser Art sind vorgesehen. Damit werde eine Marktlücke in der Region bedient.

Kooperation ist wichtig

Für Norbert Bienen ist der „Blick über den lokalen Tellerrand“ von größter Bedeutung. „Ohne den Blick auf die gesamte Region geht es nicht“, ist er sich sicher. Dass die Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus Sinn macht und auch funktioniert, zeigt das Beispiel eines von Bienen & Partner entwickelten Gewerbeparks in Krefeld-Uerdingen: „Der Investor für dieses Projekt kam aus Mönchengladbach.“ Für diesen Standort konnten sechs Unternehmen mit internationalem Hintergrund gewonnen werden.

Teilen macht glücklich

Kurzinterview mit
Angelika und Sven Scheurer

Was gefällt Ihnen besonders gut am Niederrhein?
Angelika Scheurer: Vor allem der Menschenschlag. Hier ist man sehr bodenständig.
Sven Scheurer: Der Niederrhein ist ein Fleck Erde, an dem viele Kinder noch wissen, wie Bäume aussehen und wie Bucheckern schmecken.

Haben Sie ein Lieblingsrestaurant?
Sven Scheurer: „Dr. Thompson’s“ in Düsseldorf und die „Villa Vigna“ in Kamp-Lintfort.
Angelika Scheurer: Ich füge noch das „Achterath’s“ in Neukirchen-Vluyn hinzu.

Können Sie uns Ausflugstipps nennen?
Angelika Scheurer: Wir sind neulich mit dem gesamten aunts&uncles-Team von Wachtendonk aus per Rad nach Grefrath-Oedt gefahren und dann mit dem Kanu auf der Niers gepaddelt – das war super.
Sven Scheurer: Die Haldern Pop-Bar in Rees lohnt auch immer einen Ausflug.

FAKTEN
Gründung
seit 2004 am Markt

Mitarbeiter
rund 20

Gebäude
500 Quadratmeter Büro, 1300 Quadratmeter Hochregal-Lager