Die Adresse Königstraße 123 steht für eine Institution: „Ich geh’ zu Franken“ – das sagen nicht nur Krefelder
Genießer seit Jahrzehnten. Mit Oliver Reiners führt bereits die vierte Generation den Familienbetrieb. Der
49-Jährige machte das Delikatessen-Fachgeschäft mit angeschlossenem Bistro zu einem Lifestyle-Unternehmen.
Ob auf der ,Krefeld Fashionworld’, dem großen Mode-Event direkt vor unserer Tür, oder im kleineren, privaten Rahmen: Wir freuen uns, wenn wir uns mit unserem Service von unserer besten Seite zeigen können
Auch wenn den Kunden die gebratenen Tauben nicht in den Mund fliegen, kommt der bekannteste Feinkost-Laden der Region dem märchenhaften Schlaraffenland schon recht nahe. Denn im schmucken Verkaufsraum an Krefelds schönster Einkaufsmeile gibt es alles, was das Gourmet-Herz begehrt: Die Auswahl reicht von Ibérico-Schinken und Ententerrine über Spitzen-Cognac und edle Weine bis hin zu feinen Pralinen und knusprigem Gebäck. „Unser Kundenbereich besteht aus der Salat- und Fischtheke, der Käse- und Brottheke, der Fleischtheke, der Aufschnitt-Theke und dem Buffetbereich mit Fertiggerichten und kleinen Mittagssnacks“, zählt der Chef auf. Auch Champagner, Kaviar und Trüffel gehören zum Sortiment, das insgesamt über 5.000 Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern umfasst.
Anfang des 20. Jahrhunderts fing alles an: Reiners’ Urgroßvater mütterlicherseits rief das Geschäft ins Leben. Nicht nur sein Name ist mit der Wilhelm Franken GmbH & Co. KG bis heute geblieben. Auch der Standort des guten Geschmacks ist noch derselbe wie 1904. „Mein Opa hat hier im Keller noch die erlegten Hasen für die Küche vorbereitet“, erzählt Oliver Reiners. „Und meine Eltern haben dann aus einem Laden für Wild, Geflügel und Eier ein Delikatessengeschäft gemacht.“ Geschäftsreisen führten die Niederrheiner durch ganz Europa, immer auf der Suche nach köstlichen Spezialitäten wie etwa Käse aus Frankreich und Schinken aus Italien. Das Regiment in der heimischen Küche führte die Mutter, das Organisationtalent brachte der Vater ein.
Als eines Tages mal ein größerer Teil vom Essen übrigblieb, wurde dieser kaltgestellt, um ihn später zu verzehren – und der Familie schmeckte es aufgewärmt fast noch besser. „So haben wir quasi durch Zufall gemerkt, dass auch Tiefgekühltes funktionieren kann“, sagt der Geschäftsführer. Inzwischen macht die Feinkost aus der Truhe 15 Prozent des Umsatzes aus. Auf der speziellen Karte für Zuhause stehen Leckereien wie Zander auf Sauerkraut, Büsumer Krabbensuppe oder Rehgulasch. Niederrheinisch-bodenständig sind die grünen Bohnen mit gekochtem Rindfleisch oder der Klassiker „Himmel un Ääd“. Das Besondere: „Alles wird bei uns so gekocht, wie es auch in der heimischen Küche üblich ist“, betont der Chef. Das heißt, dass nichts in großen Mengen zubereitet und mit der wundervollen Zutat „Hingabe“ nicht gegeizt wird. Dafür sorgen sechs eigene Köche und zwei Konditoren. Insgesamt kümmern sich rund 50 Mitarbeiter um die Kunden und die Gäste des angeschlossenen Bistros, des In-Treffs auf dem Krefelder Stadtmarkt. Hinzu kommt ein Party-Service. „Ob auf der ,Krefeld Fashionworld’, dem großen Mode-Event direkt vor unserer Tür, oder im kleineren, privaten Rahmen: Wir freuen uns, wenn wir uns mit unserem Service von unserer besten Seite zeigen können“, so Reiners.
Das Gute genießen – das ist das Lebensgefühl, das Franken vermittelt. In Zukunft möchte Oliver Reiners das Geschäft noch weiter in Richtung Lifestyle-Unternehmen entwickeln, das Jung und Alt mit kreativen Rezepten in der Frische-Theke oder mit Tipps und Ideen zum zeitgemäßen Kochen zur Seite steht. Die Erfolgsgeschichte kann also weitergehen. „Und mit meinem 24-jährigen Sohn David ist bereits die nächste Generation im Boot“, sagt der Herr der Gaumenfreuden.

Kurzinterview mit
Oliver Reiners
Gibt es ein typisches regionales Gericht, das Sie gerne essen?
Oliver Reiners: Stielmus, zum Beispiel mit Kartoffelstampf. Das ist meine Leibspeise..
Und Ihr Lieblingsgetränk?
Oliver Reiners: Deutsche Weißweine machen extrem viel Spaß. Die neue Generation Winzer hierzulande ist mir sehr sympathisch.
Welches Restaurant würden Sie besonders empfehlen?
Oliver Reiners: Wir lieben das japanische Nagaya in Düsseldorf, wegen der Frische der Produkte.
Haben Sie einen Ausflugstipp für uns?
Oliver Reiners: Schloss Moyland. Und nach Kevelaer fahre ich auch gerne.
FAKTEN
Gründungsjahr
1904
Mitarbeiter
rd. 50
Sortiment
mehr als 5.000 Artikel
