Die masstisch GmbH & Co. KG bietet zentimetergenau gefertigte Möbel nach Kundenwunsch an. Andreas Füg leitet das Unternehmen zusammen mit seiner Frau Justina. Sie setzen voll auf den Online-Handel.
Wir arbeiten zentimetergenau und können so die individuellen Vorstellungen unserer Kunden exakt umsetzen
Irgendwann ging Justina Füg in ihren Keller und fing an, einen Tisch zu bauen. Gedacht war das Möbel für die heimische Küche. „Es war zunächst ein rein privates Projekt“, erzählt ihr Mann Andreas Füg. Damals war dem Ehepaar noch nicht bewusst, dass es die Geburtsstunde eines der ungewöhnlichsten Möbelunternehmen des Landes war. Denn es blieb nicht beim Küchentisch. Die gelernte Innenarchitektin entwarf und fertigte weitere Stücke, diesmal für den Verkauf. Ende 2003 ging das Angebot online – und die Nachfrage durch die Decke.
Bruder und Cousin machen mit
Andreas Füg schaute sich die rasante Entwicklung zwei Wochen lang an und schmiss dann seinen gut dotierten Job bei einem großen IT-Unternehmen. Ihm war klar, dass die berufliche Zukunft in einer gänzlich anderen Branche lag. „Ich war bis dahin rein kaufmännisch aufgestellt, hatte von Möbeln nicht viel Ahnung“, erzählt er. Heute ist er Experte auf diesem Gebiet und führt mit seiner Frau die masstisch GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf. Es ist ein Familienunternehmen, auch ein Bruder und ein Cousin des Geschäftsführers arbeiten für die Firma Fueg, die sich aufgrund der enorm wichtigen Internetpräsenz mit u und e schreibt. „Inzwischen sind wir unter beiden Namen bekannt und melden uns am Telefon mal mit masstisch und mal mit Fueg“, erklärt der Chef. Längst sei masstisch zu einer Kategorie geworden, die bundesweit in Branchenbüchern auftauche. Dennoch: Viele Menschen verbinden mit dem Wort einzig und allein die Möbel-Profis vom Niederrhein.
Pioniere im Internet
Für Andreas Füg ist Marke „die Gesamtheit der Außendarstellung“. Entscheidend sei das Produkt als solches – und die damit verbundene Dienstleistung. „Wir bauen dein Möbel“, lautet die Kernbotschaft des Unternehmens. „Wir arbeiten zentimetergenau und können so die individuellen Vorstellungen unserer Kunden exakt umsetzen“, betont der Geschäftsführer. Und das gilt längst nicht mehr nur für Tische. Auch Betten, Sideboards, Stühle und Sofas verlassen die Werkstatt. Gefertigt wird in Polen, der Heimat von Justina Füg. „Wir haben dort unsere eigene Werkstatt mit festangestellten Fachleuten.“ Geliefert wird nach ganz Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz. Das Konzept, mit möglichst vielen Showrooms präsent zu sein, haben die Fügs bereits vor Jahren verworfen. Sie setzen mit Erfolg auf den Online-Handel. „Wir waren der erste Internet-Laden dieser Art überhaupt“, sagt der Gründer.
Wie beim Autokauf sind Konfigurationen am Bildschirm möglich. Abgefragt werden unter anderem die Wunschmaße und die Holzart. „Doch weil es immer noch genügend Kunden gibt, die Produkte live sehen, anfassen und ausprobieren möchten, haben wir weiterhin eine Ausstellungsfläche“, so Andreas Füg. Über einen Hinterhof an der Düsseldorfer Jahnstraße gelangt man in eine ehemalige Fabrikhalle, in der auch schon mal eine Galerie untergebracht war. Das Holz und der Stoff der Möbel bilden einen interessanten Kontrast zur weißlackierten Stahlträger-Konstruktion des Daches. Besonders viel los ist am Samstag: „Es ist nach wie vor der klassische Tag zum Möbel-Kauf. Manche Dinge ändern sich eben nie“, sagt Andreas Füg.

Kurzinterview mit
Andreas Füg
Wo ist Ihr Lieblingsort am Niederrhein?
Andreas Füg: Ich bin gerne in der Düsseldorfer Altstadt.
Haben Sie einen Restaurant-Tipp für uns?
Andreas Füg: Die „Meerbar“ im Medienhafen.
Was sind Ihre Hobbys?
Andreas Füg: Sport und Bildbearbeitung am PC.
FAKTEN
Gründung
2003
Mitarbeiter
rund 70
Neuheit
Boxspringbetten



