Klinik auf höchstem Niveau

23. Sep. 2016

Im Fokus-Ranking landet das Neusser Haus immer wieder unter den Top 100 in Deutschland. Der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Nicolas Krämer setzt auf Qualität, Qualität und nochmals Qualität.

Wir haben hervorragende Mediziner. Die meisten unserer Chefärzte sind Professoren.

Marineblau ist eine Lieblingsfarbe von Dr. Nicolas Krämer. Seine Krawatte zieren kleine Anker. Die Mode ist Ausdruck der Herkunft: Der kaufmännische Geschäftsführer der Städtische Kliniken Neuss – Lukaskrankenhaus – GmbH, kurz „Lukas“, wurde zwar 1974 in Frankfurt am Main geboren. Bereits im Kindergartenalter zog er mit seiner Familie aber in den hohen Norden. „Ich bin ein Hamburger Jung“, sagt er. Nach einem längeren Zwischenstopp an der Ruhr – Dr. Nicolas Krämer hat „im Pott“ BWL studiert – kam er an den Rhein. Zunächst ging es nach Düsseldorf, inzwischen wohnt er mit seiner Frau und einer kleinen Tochter in Neuss, in unmittelbarer Nähe seines Arbeitsplatzes. „In Neuss fühle ich mich sehr wohl – ist ja schließlich auch eine Hansestadt“, so der Lukas-Chef.

Teamgeist hat sich bewährt

Seit Mitte 2014 lenkt er die Geschicke des Krankenhauses, nachdem er zuvor in gleicher Position in Soest tätig war. „Ich bin von der Bundesliga in die Champions League gewechselt“, wählt der bekennende Fußball-Fan einen Sportvergleich. Das Lukaskrankenhaus mit seinen rund 1500 Mitarbeitern sei gerade wieder unter die Top 100 im renommierten Fokus-Ranking gekommen. Die besten Kliniken des Landes sind darin aufgeführt. „Wir haben hervorragende Mediziner. Die meisten unserer Chefärzte sind Professoren.“ Hinzu komme eine hochqualifizierte Pflege und eine gut arbeitende Verwaltung. „Es gibt drei Faktoren, die den guten Ruf unserer Marke ausmachen: Qualität, Qualität und Qualität“, sagt Dr. Nicolas Krämer. Und diese sei nur im professionellen Miteinander gewährleistet. Der Teamgeist im Haus habe sich erst kürzlich in besonderer Weise bewährt: Nach einem Hacker-Angriff mussten alle IT-Systeme heruntergefahren werden. Keiner der 700 Computer-Arbeitsplätze war mehr nutzbar. Von jetzt auf gleich musste sozusagen auf Handbetrieb umgestellt werden. Es wurde gearbeitet wie vor 15 Jahren. Das digitale Virus im „Lukas“ sorgte bundesweit für Schlagzeilen. „In diesen schwierigen Tagen haben wir deutlich gesehen, dass es auf die Mitarbeiter ankommt“, sagt der Geschäftsführer. Sein Fazit nach überstandener Krise: „Wir sind eine fantastische Lukas-Familie“.

Digital die Nase vorn

Trotz des Cyber-Angriffs, der jede Klinik hätte treffen können, hält das Neusser Krankenhaus an seiner ambitionierten digitalen Strategie fest. „Wir hatten in diesem Bereich schon immer die Nase vorn“, sagt der kaufmännische Leiter. Unter anderem sind die Ärzte mit iPads auf den Stationen unterwegs, um den Patienten zur Veranschaulichung Bilder und Grafiken zeigen zu können. Dr. Nicolas Krämer spricht in diesem Zusammenhang von „Visite 2.0“. Das städtische Gesundheitsunternehmen hat zudem ein Pilotprojekt in Sachen Telemetrie initiiert. Das bedeutet konkret, dass alle Rettungswagen in der Region mit der kardiologischen Abteilung des „Lukas“ verbunden sind, wichtige Patientendaten, zum Beispiel das EKG, werden in Echtzeit übermittelt. „Im Falle eines Herzinfarkts hilft das, wertvolle Zeit zu sparen“. Neben der Kardiologie gilt vor allem die Chirurgie als „Leuchtturm “ an der Preußenstraße. „Wir bilden den kompletten Lebenszyklus des Menschen ab: von G wie Geburtshilfe bis G wie Geriatrie“, erklärt Dr. Nicolas Krämer. Eine hochmoderne Fachabteilung für Altersmedizin befindet sich gerade im Aufbau. Bei allen Investitionen steht das Haus auf finanziell soliden Beinen: „Wir schreiben schwarze Zahlen. Das ist gerade für ein städtisches Haus nicht selbstverständlich“, betont der Geschäftsführer.

Teilen macht glücklich

Kurzinterview mit
Dr. Nicolas Krämer

Haben Sie einen Lieblingsort?
Dr. Nicolas Krämer: Mit meiner Tochter gehe ich sehr gerne auf den großen Spielplatz am Neusser Eselspfad. Das ist eine tolle Location für die Kleinen.

Wo gehen Sie gerne essen?
Dr. Nicolas Krämer: Ich liebe den „Landsknecht“ in Meerbusch-Büderich.
Da haben meine Frau und ich auch geheiratet. Und als „Hamburger Jung“ schätze ich die „Hafenliebe“ in Neuss.

Welche Gerichte mögen Sie besonders?
Dr. Nicolas Krämer: Sehr gerne esse ich Italienisch (meine Frau ist Italienerin). Aus der Region liebe ich „Himmel un Ääd“.

FAKTEN

Bereiche
derzeit 12 Kliniken, die Geriatrie ist im Aufbau

Uni
Lehrkrankenhaus der Uni Düsseldorf

Rheintor
Die Rheintor Klinik (u.a. Hüft- und Knieendoprothetik) gehört seit 2005 zur GmbH